Gasrausch
(Interessengemeinschaften gegen Umweltschäden beim Gasbohren durch Hydraulic "Fracking" Fracturing)
Experten warnen vor Risiken beim Fracking
22.11.2011 12:21 Uhr
(Hannoversche Allgemeine)
Fachleute sehen bei der Ausbeutung deutscher Gasvorkommen in tiefen Gesteinsschichten wegen des Einsatzes von Chemikalien Risiken für das Trinkwasser.
Proteste gegen Fracking weiten sich aus
2. Oktober 2011 von Jörn Krüger
In Niedersachsen äußern immer mehr Menschen ihren Unmut über Hydraulic Fracturing und die unkonventionelle Gasförderung. Die Proteste weiten sich vor allem dort aus, wo Bohrungen durchgeführt oder in Vorbereitung sind. Bereits in der letzten Woche veranstaltete die neu gegründete Bürgeriniative “Frack-loses Gasbohren” an der Bohrung Bötersen Z11 eine Demonstration mit über 150 Teilnehmenden. In Bötersen, einer kleinen Gemeinde im Kreis Rotenburg, bereitet ExxonMobil eine Fracking-Maßnahme für den Oktober 2011 vor.
Umweltbundesamt hält Fracking für gefährlich
(NDR.de)
(Sept. 2011)
Nach Ansicht des Umweltbundesamtes (UBA) birgt die als Fracking bekannte Methode zur Erdgasgewinnung "erhebliche Risiken". "Wir wissen von einigen Stoffen, dass sie krebserregend sein können. Insbesondere ist eine Gefährdung des Grundwassers nicht auszuschließen", sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth der Nachrichtenagentur dpa. "Es ist ein sehr umfassender Chemikalieneinsatz nötig, um das Gas in tiefen Gesteinsschichten verfügbar zu machen."
In Niedersachsen ist das Fracking umstritten. Zuletzt hatte es in Lünne Proteste gegen das Verfahren zur Gasförderung gegeben, bei dem ein Chemikaliengemisch tief in die Erde gepumpt wird, um dort gebundenes Erdgas zu lösen. Auch in Garbsen bei Hannover fürchten die Anwohner die Folgen des Frackings, unter anderem eine Vergiftung des Trinkwassers.
Niedersachsen: Wirtschaftsministerium kämpft für Fracking
HANNOVER. (August-2011)
Zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bahnt sich ein neuer Konflikt an: Das Wirtschaftsministerium in Hannover lehnt eine Bundesratsinitiative von NRW ab, mit der stark verschärfte Bedingungen für das sogenannte Fracking – Herauspressen von Gas aus tiefen Gesteinsformationen – geschaffen werden sollen.
Die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf will erreichen, dass für sämtliche Tiefbohrungen eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt werden muss. In Niedersachsen hält man dies für überzogen und unzumutbar für die heimische Erdöl- und Erdgasindustrie. In unserer Zeitung vorliegenden Schreiben wandten sich jetzt Wirtschaftsminister Jörg Bode und sein Staatssekretär Oliver Liersch (beide FDP) an Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) beziehungsweise den Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Bernhard Heitzer. Sie kritisierten darin die NRW-Initiative und warben für einen niedersächsischen Lösungsansatz, der eine UVP lediglich für Maßnahmen mit erhöhtem Risiko vorsieht. Bode machte in seinem Brief an Röttgen deutlich, dass...
(Jochen Flasbarth über Gasgewinnung)
Wie hoch ist der Preis für die Ausbeute von Schiefergas
Deutschland ist der größte Erdgasimporteur in Europa. Bald könnte sich das ändern, denn das Land verfügt über große Erdgasressourcen, zum Beispiel in Niedersachsen.
Allerdings ist das kein konventionelles Erdgas, das in Blasen lagert, sondern Schiefergas. So nennt sich Erdgas, das in winzigen Poren des Gesteins steckt.
Während man in Niedersachsen noch nach den lukrativsten Bohrplätzen sucht, boomt in den USA schon jetzt das Geschäft mit Schiefergas. Dank der neuen Erdgasressourcen
sind die USA vor Russland der größte Erdgasförderer der Welt. Doch der Widerstand gegen den neuen Erdgasboom wächst: Die Fördermethode erfordert einen hohen finanziellen und technischen Aufwand sie
benötigt unvorstellbare Mengen an Wasser.
Exxon US-Konzern vergiftet Grundwasser in Norddeutschland
Wettlauf um den Untergrund
Jochen Flasbarth über Gasgewinnung
Der Präsident des Umweltbundesamts will mehr Informationen über die Auswirkungen des Frackings. Gefahren für die Umwelt sieht er in allen Phasen der Technologie.
Interview BERNHARD PÖTTER

Blickt skeptisch auf den Wettlauf um den Untergrund: Jochen Flasbarth.
(Bild: dpa)
taz: Herr Flasbarth, derzeit wird viel über "Fracking" debattiert, ein Verfahren, um bisher ungenutzte Gasreserven im Untergrund durch das Einleiten von Chemikalien zu gewinnen. Was sagt das Umweltbundesamt (UBA) zu dieser Technik?
Jochen Flasbarth: Beim Fracking stehen wir mit unserem Wissen erst am Anfang. Über die konkreten Auswirkungen auf die Umwelt haben wir nur wenige belastbare Erkenntnisse. Wir wissen aber: Umweltbeeinträchtigungen sind in allen Phasen dieser Technologie denkbar. Ehe Fracking grünes Licht bekommt, raten wir dazu, jeweils alle möglichen Auswirkungen auf die Umwelt intensiv zu prüfen.
(Deutschlandfunk - Wissenschaft im Brennpunkt)
(Krauter, Ralf)
Letzte Reserven - Der Streit um Gas aus Schiefergestein
Erstaunlich wie sich alles ähnelt.
Es kommen die gleichen Argumentationen wie bei der "Tiefen-Geothermie"
River's Edge
Dr. Manfred Scholle, Vorstandsvorsitzender der GELSENWASSER AG
zum Thema Fracking im Münsterland
Gasbohrer-Gegner machen im Netz mobil
NRW Im September 2010 kam die erste Meldung.
Inhalt: Gasbohrungen in NRW geplant. Mittlerweile haben sich neun Bürgerinitiativen gegen die Pläne gegründet. Es gab Demonstrationen mit mehr als 1000 Teilnehmern. Die Gegner machen mobil – und einer ihrer wichtigsten Kanäle ist das Internet. (von Christoph Klemp)
EXXON droht eine Klage!
Die Familie Schoon erwägt den Konzern EXXON zu verklagen, das berichtet die Kreiszeitung Rotenburg. Was ist geschehen? Das NDR Magazin Markt hatte im Januar 2011 von 9 Lecks in einer Lagerstättenleitung berichtet, auch das Grundwasser ist verseucht worden. Deshalb mussten 2500 cbm Erdreich getauscht werden.
Der Anwohner Schoon hatte deshalb vorsorglich sein Blut und das seiner Frau auf Quecksilber und Benzol untersuchen lassen. Nun liegen die Ergebnisse vor.
Zitat Herr Schoon:
„Nach drei Wochen kam das Ergebnis, dass mein Blut auffallend hohe Benzol- und Quecksilberbelastungen enthält. Das war schon ein Schock.”
Tödliches Experiment CCS muss ganz gestoppt werden,
Vor einer Verseuchung ganzer Landstriche durch die unterirdische Verpressung von Kohlendioxid durch die sogenannte CCS-Technologie (CCS: Carbon Dioxide Capture and Storage) warnen die deutschen NaturFreunde. „Bei der praktischen Umsetzung des von der Bundesregierung geplanten CCS-Gesetzes werden große unterirdische Giftmüllkippen entstehen, die sich weder beherrschen noch sanieren lassen“, erklärte der umweltpolitische Sprecher des Verbandes Eckart Kuhlwein. Die Bundesregierung müsse auf dieses ‚tödliche Experiment‘ verzichten.
CO2 - Abtrennung und Speicherung
BGR hält weitere Gutachten zu CO2 Endlagern zurück (Greenpeace.de)
(veröffentlicht von Sigrid Totz - 23.02.2011)
20.02.2011
ExxonMobil hat erneut Probleme mit undichter Lagerstättenwasserleitung
.... Erst vor kurzem berichtete das NDR Magazin Markt über einen ähnlichen Fall im Landkreis Rotenburg
Konzerne hoffen auf Milliarden-Einnahmen.
Regierung träumt vom Förderboom und blendet Umweltrisiken wie Luft- u. Wasserverschmutzung aus.
Bundesregierung plant noch die Erforschung der Risiken,
Exxon pumpt schon Chemikalien in den Untergrund.
10.01.2011 - (NDR)
In Niedersachsen sind bei der Erdgasförderung durch undichte Leitungen giftige Stoffe ins Erdreich und Grundwasser gelangt, was die Firma ExxonMobil auch
bestätigt.
Für Nordrhein-Westfalen hat das Umweltministerium und Wirtschaftsministerium in Düsseldorf eine wasserrechtliche Prüfung als Vorbereitung für die Erlaubnis für Probebohrungen... verlangt.
“Sehr streng wird der Begriff “Besorgnis” einer Gewässer-verunreinigung ausgelegt.
Das Bundesverwaltungsgericht hat dazu mehrfach entschieden, dass jede Wahrscheinlichkeit der Gewässerverunreinigung geradezu ausgeräumt sein müsse”
Weiterer Bericht vom NDR
Neben dem verunreinigten Boden musste im Umfeld der Schadstelle auch eine Reinigung des Grundwassers (...) erfolgen.
Siehe auch folgende Beiträge
(Gift bei
Gasförderung in den Boden und ins Grundwasser gelangt) zur unkonventionellen Gasförderung
ExxonMobil und die verschwiegene Umweltverschmutzung in Niedersachsen
Riskante Gassuche – Interview mit Werner Zittel, LBST Ottobrunn
Am 10.11.2010 berichtete der Deutschlandfunk über eine Studie die die Umweltrisiken der neuen Fördermethode “Fracking”untersucht. Im Gespräch mit Ralf Krauter spricht Herr Dr. Werner Zittel über die Chancen und ökologischen Folgen dieser Fördermethode.
GEFAHR fürs TRINKWASSER?
Wie internationale Konzerne in Deutschland Erdgas fördern. (Ein Beitrag des WDR - DasErste.de-Monitor)
Die Jagd nach immer neuen Methoden zur Förderung von fossilen Rohstoffen kennt kaum Grenzen, macht nicht mal vor Wasserschutzzonen halt.
Mehr zum Thema: Monitor Dossier (Umwelt- und Klimapolitik)
In den USA ist diese Art der Förderung schon lange im Einsatz. Was passieren kann zeigt der Artikel Feuer aus dem Wasserhahn und US-Konzern presste giftige Chemikalien in Niedersachsens Boden. (Berichte von Spiegel-Online).
Unter dem Titel EXXON Kritiker geben Gas
berichtet die Westfälische Zeitung sowie die Ahlener Zeitung unter dem Titel David gegen Goliath
über aufsuchungen im Münsterland und den Befürchtungen der Bürger vor einer Verunreinigung ihres Trinkwassers.
Links
"Unkonventionelle Gasförderung"
Berichte, Infos und News zur unkonventionellen Gasförderung in Deutschland.
Gasrausch (3-Sat beleuchtet das Thema)
Wie hoch ist der Preis für die Ausbeute von Schiefergas?
Deutschland ist der größte Erdgasimporteur in Europa. Bald könnte sich das ändern, denn das Land Land verfügt über große Erdgasressourcen, zum Beispiel Niedersachsen. Allerdings ist das kein konventionelles Erdgas, das in Blasen lagert, sondern Schiefergas. So nennt sich Erdgas, das in winzigen Poren des Gesteins steckt.
Probleme in den USA, Sondermüll Frac-Wasser, ein hoher Preis für einen hohen Lebensstandard. Welchen Preis müssen und werden wir dafür bezahlen.
Doch der Widerstand gegen den neuen Erdgasboom wächst: die Fördermethode erfordert einen hohen finanziellen und technischen Aufwand - sie benötigt unvorstellbare Mengen an Wasser.
Benebelt vom Gas-Rausch
Konzerne hoffen auf Milliarden-Einnahmen. Regierung träumt vom Förderboom und blendet Umweltrisiken wie Luft- u. Wasserverschmutzung aus.
Bundesregierung plant noch die Erforschung der Risiken, Exxon pumpt schon Chemikalien in den Untergrund.
Exxon hat in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Konzessionen zur Erforschung des Bodens gesichert und Probebohrungen durchgeführt.
Das amerikanische Unternhemen BNK Petroleum hat sich in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt Gebiete gesichert.
Das britische Unternehmen 3Legs Resourrces hält 2 Förderlizenzen in Baden-Württemberg
Die kanadsiche Firma Realm Energy hat sich westlich von Hannover 65 Quadratkilometer gesichert.
Weiter auf Spiegel online...
26.01.2010
Schiefergas vermasselt Exportgeschäft von Gazprom
Das Gazprom-Management räumt ein, dass der US-Markt sich dank Schiefergas mittlerweile selbst versorgen kann, schreibt die Zeitung "Kommersant".
Schiefergas - die wiederendeckte Reserve
In Nordamerika boomt die Nutzung von Erdgas aus Schiefergestein. Auch in Europa gibt es grosse Schiefergas-vorkommen. diese werden allerdings aus verschiedenen Gründen noch nicht bewirtschaftet.
NEWS
Milliardeninvestitionen in Kraftwerksbau
Berichte und Nachrichten aus dem Energiebereich
herausgegeben vom BUND-RLP-Mainz (neu)
THEMEN / UPDATE
Bayern:
Bürgerbegehren für mehr Photovoltaik
Photovoltaik macht Kohlekraft unrentabel
Handwerker gehen auf die Barrikaden
Platzek kritisiert erneut Energiepolitik
Pumpspeicherkraftwerke ändern Betriebsmodus
Brühl:
gegen Geothermie in Brühl
Es ist an der Zeit, umzudenken
Mediation
Mediation Geothermie vorläufig abgeschlossen. Zum Link
>>
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Antworten zum Fragenkatalog Expertenanhörung
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BI fürs Oberland (BIFO)
Rechtsanwalt Werner Forkel
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"Hier ist es gut, hier möchte ich sein"
(Wind und Wasserkraft)
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