Leonberg
Streit um Entschädigung der Bohropfer setzt sich fort
"Strohgäu Extra", vom 17.09.2011 02:41 Uhr
Leonberg Chef des Geothermieverbands bittet die Bohrunternehmer um freiwillige Nothilfe für die Eltinger Betroffenen. Von Clemens Flach
Wir können als Verband keine Millionen auf den Tisch legen, aber ein paar zehntausend Euro sind schon drin", sagt Jakob Sierig. "Deshalb appelliere ich an unsere Bohrunternehmen, zumindest für die am stärksten Geschädigten eine freiwillige Nothilfe zu leisten." Der Vorstand des Bundesverbands Geothermie weiß, dass die 25 geschädigten Hausbesitzer des Bohrdebakels im Leonberger Stadtteil Eltingen dringend Soforthilfe benötigen. Deshalb versucht er, die Verbandsmitglieder zu einer zumindest symbolischen Hilfeleistung zu bewegen.
Der Böblinger Landrat Roland Bernhard fordert derweil, dass Geothermie-Bohrungen erst wieder aufgenommen werden sollten, wenn die finanzielle Hilfe für die Betroffenen in Leonberg geklärt sei.
Für zukünftige Schadensfälle hätten sich das Landesumweltministerium und der Branchenverband ja offenkundig geeinigt. "Die Schäden in Leonberg dürfen aber nicht als Altfälle abgestempelt werden", erklärt Bernhard. Wenn schon die Branche der Bohrunternehmer nicht Hilfe für die Leonberger leiste, dann müsse das Land bis zur endgültigen Klärung der Schuldfrage einspringen. "Das Land kann sich jetzt nicht wegducken", findet der Landrat - besonders wenn man weiterhin glaubhaft auf energetische Nutzung der Erdwärme für Häuslebauer setzen wolle.
Verwirrung um die Soforthilfe der Bohrfirmen
"Strohgäu Extra", vom 30.08.2011 02:41 Uhr
Leonberg Geothermie-Opfer freuten sich auf Geld, dass nicht für sie ist.
Von Michael Schmidt
Manche der Eltinger, deren Häuser mutmaßlich durch fehlerhafte Geothermie-Bohrungen beschädigt wurden, haben am vergangenen Freitag ein Wechselbad der Gefühle erlebt. Im Internet kursierte direkt nach der Pressekonferenz der Bohrunternehmer und Systemanbieter für Erdwärme in Stuttgart die Falschmeldung, dass die Betroffenen auch in Leonberg-Eltingen mit Soforthilfe rechnen dürfen. Diese wurden sogar in der Thomas-Mann-Straße in Eltingen, wo die 24 Häuser abgesackt sind, herumgereicht. Zwar wurde der Bericht durch die Deutsche Presse Agentur noch am Nachmittag korrigiert. Doch das wurde nicht überall bemerkt. Tatsächlich stehen die Betroffenen, wie berichtet, bis auf das zinslose Darlehen in Höhe von 5000 Euro von der Stadt Leonberg, dem Kreis und den Banken und Sparkassen allein mit ihren Rissen da. Der Bundesverband hat zwar auf Druck des baden-württembergischen Umweltministeriums zugesagt, einen Sonderfonds für "Bohrgeschädigte" aufzulegen. Doch die "Soforthilfe" gilt eben erst für künftige Fälle.
Eine Soforthilfe rettet keinen
Strohgäu Extra", vom 25.08.2011 02:41 Uhr
Leonberg
Die Stadt entscheidet heute über Darlehen für die Opfer der Geothermie-Bohrung. Von Michael Schmidt
Zinslose Kredite sollen es richten: Der Gemeinderat will heute Abend über eine Soforthilfe für 24 Hausbesitzer in Eltingen entscheiden, deren Gebäude nach eine Geothermie-Bohrung Ende Juli teilweise massiv beschädigt waren. Im Gespräch sind Darlehen in Höhe von bis zu 5000 Euro je Betroffenem. Damit sollen sie die Schäden an ihren Häusern zumindest provisorisch flicken können. Zudem könnten sie von dem Geld auch Sachverständige bezahlen, damit sie eine Chance haben, Schadensersatz vor Gericht zu erstreiten. Manche Häuser sind nahezu abbruchreif. Weil das Landratsamt als Genehmigungsbehörde und das zuständige baden-württembergische Umweltministerium bislang keine Soforthilfen genehmigt, die Zuständigkeit hin und her geschoben und auch andere Beteiligte, etwa die beauftragte Renninger Bohrfirma Gungl, sich öffentlich gar nicht oder nur per Anwalt geäußert hatten, ist es dem Stadtrat Bernd Mörk (Neue Liste) zu bunt geworden. Er stellte einen Antrag auf unbürokratische Soforthilfen. Weil damit "grundsätzliche Fragen" berührt würden, so Susanne Widmaier, die Geschäftsstellen-Leiterin und Referentin des Leonberger Oberbürgermeisters in einem Schreiben an die Gemeinderäte, müsse hierzu sich der zuständige Verwaltungsausschuss "nicht-öffentlich" beraten. Dem Vernehmen nach gibt es die Idee, die zinslosen Darlehen über die Kreissparkasse abzuwickeln. Die Darlehenssumme von 120 000 Euro würde dann nicht einmal im städtischen Haushalt auftauchen. Lediglich die Zinsen und Bearbeitungsgebühren, die grob geschätzt rund 4000 Euro ausmachen dürften, wären dann von der Stadt zu tragen.
Experte zum Aufreger: Geothermie - Blickpunkt - ZDFmediathek
Im Studiogespräch gibt ZDF-Rechtsexperte Bernd-Ulrich Haagen Tipps, wei sich Betroffene verhalten können, wenn sich durch Geothermiebohrungen geschädigt fühlen.
FAZ.NET
Bodenerosionen verursachen Häuserschäden (Von Rüdiger Soldt)
Artikel-Services Geothermie-Bohrungen in Leonberg Bodenerosionen verursachen Häuserschäden Durch eine Geothermie-Bohrung wurden zwei Grundwasserspeicher in der Kreisstadt Leonberg miteinander verbunden. 24 Wohnhäuser sind durch die Erosionen im Boden um mehrere Zentimeter abgesackt. Schuld daran, will jedoch keiner sein.
Behörde gibt Bohrfirma Schuld an Geothermiepanne
(enbausa.de)
Nach Geothermie-Bohrung sind mittlerweile 24 Häuser beschädigt
In Eltingen im Landkreis Böblingen bei Stuttgart kam es nach Geothermie-Bohrungen zu Schäden an mittlerweile 24 Gebäuden. Einige sind bereits nicht mehr bewohnbar, es kann zu weiteren Setzungen und Zerstörungen kommen. Dusan Minic, Pressesprecher des zuständigen Böblinger Landratsamts, sieht die Schuld beim zuständigen Bohrunternehmen Rungl aus Renningen: "Aus unserer Sicht hat die Bohrfirma die Auflagen nicht eingehalten", sagt er gegenüber EnBauSa.de. Das Bohrunternehmen Rungl hat ein Zertifikat für entsprechende Geothermie-Projekte.
Bohrende Fragen nach dem Schuldigen
Leonberg - Den nach Geothermiebohrungen von massiven Gebäudeschäden betroffenen Menschen in Eltingen steht möglicherweise ein langer Rechtsstreit ins Haus. Mehrere Eigentümer haben sich bereits Anwälte genommen. Für sofort notwendige Reparaturen müssen sie aber erst einmal selbst Geld in die Hand nehmen. Wer ist schuld an den sehr wahrscheinlich in die Millionen gehenden Schäden? Das Böblinger Landratsamt, das die Erdwärmebohrung genehmigt hat? Die Gungl Bohrgesellschaft mbH aus Renningen, die die Arbeiten ausgeführt hat? "Wir werden so lange bohren, bis der Verursacher gefunden ist", sagt Wolfgang Schaal, Stadtrat der Freien Wähler.
Landratsamt: Fehler liegt wohl bei Bohrfirma (Stuttgarter Zeitung)
Leonberg Im Fall des Geothermie-Debakels von Eltingen weist die Behörde die Schuld von sich. Das Bohrunternehmen rücke Unterlagen nicht heraus. Statt Hilfe erwartet die 24 betroffenen Hausbesitzer ein langwieriger Streit vor Gericht. Von Michael Schmidt Die Schuld an den Gebäudeschäden nach einer Geothermiebohrung in der Eltinger Thomas-Mann-Straße trägt nach der ersten Einschätzung des Böblinger Landratsamts die Bohrfirma. Sie habe Bohrprotokolle vorgelegt und dann widerrufen, dabei seien Widersprüche über die Ausführung der Bohrung an Licht gekommen, sagt Steffen Ochs, der Fachingenieur der Behörde.
Amtsleiter beschuldigt Bohrfirma (Stuttgarter Zeitung)
Leonberg - Die Schuld für die Gebäudeschäden nach der Geothermiebohrung in der Eltinger Thomas-Mann-Straße trägt nach einer ersten Einschätzung des Böblinger Landratsamtes die beauftragte Bohrfirma. Die Firma habe bereits vorgelegte Bohrprotokolle widerrufen, dabei seien noch mehr „Widersprüche“ über die Ausführung der Bohrung an Licht gekommen, so Steffen Ochs, Fachingenieur des Landratsamtes. Mittlerweile sind 24 Häuser im Eltinger Norden durch Setzungen stark beschädigt worden - und teilweise unbewohnbar. Bei einer Informationsveranstaltung im Leonberger Rathaus blieben jedoch einige Fragen offen. Die Behörde konnte den rund 100 betroffenen Bürgern nicht erklären, warum bereits bekannte Bauprobleme in dieser Straße bei der Genehmigungserteilung für die Geothermiebohrung Ende Juli offensichtlich nicht berücksichtigt worden waren.
Eltingen - Häuser reißen nach Erdwärmebohrung
Häuser reißen nach Erdwärmebohrung (Stuttgarter Nachrichten)
Leonberg - Nach Geothermiebohrungen sind an Gebäuden im Leonberger Stadtteil Eltingen teils massive Schäden aufgetreten. 24 Häuser sind bisher betroffen, hieß es am Montag im Böblinger Landratsamt. Gutachter forschen nach der Ursache. Am Dienstagabend gibt's Informationen zum Stand der Erkenntnisse.
Bernd Arnold hat es sprichwörtlich faustdick erwischt. Zuerst klemmte vor einigen Tagen die Tür, dann knisterten die Holzbalken. Und nach einem lauten Schlag fiel die Familie in der Nacht fast aus den Betten. Eine fünf Zentimeter große Lücke klafft nun neben der Eingangstür. In die Lücke passt eine Faust. Stück für Stück ist der Riss höher gekrochen. Nun reicht er von den Fliesen bis zur Decke und zieht sich über drei Stockwerke. Innerhalb von zwei Tagen sind Ende Juli erhebliche Gebäudeschäden in der Thomas-Mann-Straße entstanden. Für die geschädigten Bewohner liegt die Ursache auf der Hand: Schuld sind die Bohrmaschinen auf dem Grundstück eines etwa hundert Meter entfernten Hauses. Dort wurde nach Erdwärme gesucht.
Neue Liste fordert ein generelles Bohrverbot (Strohgäu Extra vom 8.8.2011)
Leonberg Die Baubürgermeisterin mahnt vor zu schnellen Urteilen nach dem Desaster bei Geothermiebohrungen. Von Michael Schmidt Die Schäden nach den Geothermie-Bohrungen in der Eltinger Thomas-Mann-Straße könnten in die Millionen gehen. Mittlerweile haben sich 20 Hausbesitzer gemeldet, die Schäden an ihren Häusern festgestellt haben. Wie berichtet, war augenscheinlich bei Erdbohrungen Ende Juli ein größerer Hohlraum unter der Thomas-Mann-Straße getroffen worden. In den darauf folgenden Tagen sackte die Erde um mehrere Zentimeter ab, im besten Fall neigten sich Häuser wenige Zentimeter, im schlimmsten Fall durchziehen Risse die Häuser vom Keller bis zum Dachstock und gefährden die Statik.
Häuser sacken nach Erdwärmebohrung ab
Nach Erdwärmebohrungen in der Nachbarschaft sind in Eltingen, westlich von Stuttgart, mehrere Mehrfamilienhäuser abgesackt und haben Risse bekommen. Die Schäden stellten sich kurz nach den Bohrungen ein.
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Milliardeninvestitionen in Kraftwerksbau
Berichte und Nachrichten aus dem Energiebereich
herausgegeben vom BUND-RLP-Mainz (neu)
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Bayern:
Bürgerbegehren für mehr Photovoltaik
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Brühl:
gegen Geothermie in Brühl
Es ist an der Zeit, umzudenken
Mediation
Mediation Geothermie vorläufig abgeschlossen. Zum Link
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