Leonberg
Mit Rissen im Haus durch den Winter
Von Clemens Flach, veröffentlicht am 23.11.2011 (Stuttgarter Zeitung)
Die betroffenen Eltinger Bürger müssen erfinderisch sein, denn vor Weihnachten wird es nichts mehr mit der Sanierung ihrer Häuser. Das ist das Ergebnis der Expertenrunde, die in Böblingen zum fünften Mal seit dem Geothermie-Desaster getagt hat. „Zuerst müssen noch zwei weitere Grundwassermessstellen gebohrt werden“, teilt Dusan Minic, der Sprecher des Landratsamts mit. Das werde etwa drei Wochen dauern.
Auf eigenes Risiko
„Wenn wir jetzt auf eigene Faust renovieren, dann auch auf eigenes Risiko“, sagt Kurt Braun. Der Leonberger weiß nun, dass er mit den Schäden in seinem Haus überwintern muss. „Wir passen in die verzogenen Rahmen vorübergehend einfach Holztüren ein“, erklärt Braun. „Aber in einer Wohnung muss trotzdem ein Teppich zusammengerollt und vor die Tür gelegt werden“, beschreibt er das Provisorium.
Geothermie-Opfer muessen bis nächstes Jahr warten
von Clemens Flach, veröffentlicht am 22.11.2011
factumJetzt wird erst noch einmal gemessen: Die Sanierung der Geothermieschäden im Leonberger Stadtteil Eltingen verschiebt sich bis ins neue Jahr. Das hat das Landratsamt Böblingen durchblicken lassen. Man müsse zuerst noch zwei Messbohrungen vornehmen, bevor das Konzept der Sanierung endgültig beschlossen werden könne, erklärte ein Sprecher.
Notdürftig abgedichtet
Die Geschädigten der Erdwärmebohrung müssen nun mit einem Provisorium überwintern. Die Risse in den Häusern, die sich im Sommer nach der missglückten Wärmesondenbohrung abgesenkt hatten, sind notdürftig abgedichtet. Mit Schaumstoff-Rollen haben die einen ihre Löcher gestopft, andere bauen vorübergehend billige Holztüren in die verzogenen Rahmen. Mancher legt einfach einen zusammengerollten Teppich über die undichte Stelle.
Expertenrunde entscheidet kurz vor Weihnachten
Die Bewohner seien informiert, dass die Messbohr-Maßnahme in dieser Woche beginne, erklärt das Landratsamt.
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